Lönneberga/Bullerbü/Katthult:

 

Wir Kinder aus Bullerbü ist eine Kinderbuchreihe bestehend aus drei Büchern der schwedischen Autorin Astrid Lindgren:

  • Wir Kinder aus Bullerbü, schwedischer Originaltitel: Alla vi barn i Bullerbyn (übersetzt 1955 von Else von Hollander-Lossow)
  • Mehr von uns Kindern aus Bullerbü, schwedischer Originaltitel: Mera om oss barn i Bullerbyn (übersetzt 1955 von Karl Kurt Peters)
  • Immer lustig in Bullerbü, schwedischer Originaltitel: Bara roligt i Bullerbyn (übersetzt 1956 von Karl Kurt Peters)

Weitere drei Bilderbücher von Astrid Lindgren spielen ebenfalls in Bullerbü:

  • Weihnachten in Bullerbü, schwedischer Originaltitel: Jul i Bullerbyn (übersetzt 1963 von Silke von Hacht)
  • Lustiges Bullerbü, schwedischer Originaltitel: Vår i Bullerbyn (übersetzt 1965 von Silke von Hacht)
  • Kindertag in Bullerbü, schwedischer Originaltitel: Barnens dag i Bullerbyn (übersetzt 1967 von Silke von Hacht)

Die Erzählerin, das kleine Mädchen Lisa, beschreibt ihr Leben und ihre Abenteuer in dem kleinen Dorf Bullerbü (schwedisch: Bullerbyn). In Lindgrens Erzählungen besteht das Dorf aus nur drei Höfen, in welchen insgesamt sieben Kinder mit ihren Eltern, deren Gesinde und einem Großvater wohnen: Lisa mit ihren älteren Brüdern, Lasse und Bosse, die auf dem Mittelhof wohnen, die beiden Geschwister Britta und Inga (Inga heißt im schwedischen Original Anna) vom Nordhof sowie Ole und Kerstin vom Südhof. Bullerbyn ist dem schwedischen Ort Sevedstorp (gelegen in der Nähe von Vimmerby mit dessen Ortsteil Näs, dem Geburtsort von Astrid Lindgren) nachgezeichnet. In Sevedstorp, woher die Familie ihres Vaters stammt, stehen noch heute die drei Häuser, die das Urbild für die drei Höfe abgegeben haben.

Lönneberga [ ̌lœnəbærja] ist ein kleiner Ort (småort) in Schweden. Er liegt in der Gemeinde Hultsfred in Småland, etwa acht Kilometer nordwestlich des Hauptortes Hultsfred. Lönneberga ist verwaltungstechnisch mit dem angrenzenden Ort Silverdalen zusammengeschlossen. Bekanntheit genießt der Ort aus den Büchern von Astrid Lindgren. In ihren Erzählungen berichtet die Schriftstellerin über das Leben vom Michel aus Lönneberga. Sie selbst ist im nahegelegenen Vimmerby aufgewachsen, das ebenfalls Eingang in ihre Erzählungen fand.

 

Katthult:

Der Katthulthof, auf dem die Filme zu „Michel aus Lönneberga“ gedreht wurden, heißt in Wirklichkeit Gibberyd und ist seit dem 19. Jahrhundert in Familienbesitz. Es war ein ganz normaler Bauernhof, bis 1970 ein Filmteam auftauchte und bat, die Michelfilme auf dem Hof drehen zu dürfen. Niemand konnte damals ahnen, was sich daraus entwickelte. Der Hof war ein idealer Drehort für die Katthultfilme . Wie in den Büchern über Katthult fanden sich dort Weiden, Zäune, Häuser, Hütten und andere Gebäude. Das einzige Gebäude, welches fehlte, war der ”Tischlerschuppen”. Der wurde dann vom Filmteam gebaut. Ein weiterer Vorteil dieses Hofes war die relativ abgelegene Lage des Hofes. Es war sehr unwahrscheinlich, während der Dreharbeiten von Autos und anderen Errungenschaften der Neuzeit gestört zu werden. Ein weiterer Vorteil war die alte, traditionelle smaländische Bauweise des Hofes. Verschiedene Gerätschaften konnten vom Filmteam verwendet werden, so z.B. Karren, Sensen, Körbe und vieles mehr. Da der Hof bewohnt und bewirtschaftet war, gab es Katzen, Kühe und Pferde vor Ort. Viele der Statisten aus den Michelfilmen sind Smaländer aus dem Ort, die eine Chance sahen, sich in der Kleidern ihrer Eltern und Großelter zu zeigen. Ein Teil der Aufnahmen konnten in den Scheunen und Gebäuden des Hofes gefreht werden. Das Wohnhaus hingegen war modern und bewohnt, so daß die meisten Innenaufnahmen in einem Studio gedreht wurden. Auch ein Teil der Szenen im Tischlerschuppen wurden in diesem Studio gedreht. Das Studio samt Kulissen wurde in den Räumlichkeiten der Volkshochschule in Mariannelund errichtet. Nach und nach wurde der vielen Besucherzahlen wgen der Service auf Katthult ausgebaut. Der Parkplatz und das Toilettenhaus wurden gebaut, Gartentische wurden aufgestellt und eine kleine Verkaufstelle begann Eis, Getränke, Mützen und Holzgewehre anzubieten. Gleichzeitig versuchten man, den Hof so zu erhalten, wie er während der Dreharbeiten aussah. Eine Wolfsgrube ist zu besichtigen, Michels und Idas Betten wurden im Tischlerschuppen aufgestellt, ebenso Knecht Antons Gummistiefel sowie einige von Michels Holzfiguren. Es befinden sich auch noch einige der Tiere auf dem Hof.

Alle drei Sehenswürdigkeiten lassen sich ideal zu einem Tagesausflug verbinden, da sie nahe beieinander liegen.

Siehe auch: http://www.spiegel.de/reise/fernweh/astrid-lindgrens-schweden-wo-liegen-bullerbue-und-loenneberga-a-831990.html</